Dr. med. Eleni Kavelara Lodge
Erkennen, wandeln, lehren

Achtsamkeit

Achtsamkeit wird definiert als ein Bewusstseinszustand, in dem man jeden einzelnen Augenblick bewusst erfasst und “seine Aufmerksamkeit vorsätzlich, also ganz bewusst, auf all jene Dinge richtet, über die man gewöhnlich nie nachdenkt”.

Dabei geht es sonderbarerweise nicht darum, positive Gefühle zu erzeugen und negative zu meiden, sondern eine innere Haltung einzunehmen, die dadurch gekennzeichnet ist, wie man sich selbst, sein Gegenüber, die Umwelt, unabhängig von vorgefassten Meinungen im gegenwärtigen Moment wahrnimmt. Z.B. auf Schmerz bezogen bedeutet das, diesen anzunehmen, ohne ihn zu bewerten, ihn aufmerksam zu beobachten, anstatt gegen ihn anzukämpfen.

Die Praxis der Achtsamkeit befähigt uns, unsere gewohnheitsmäßigen Verhaltensweisen im Umgang mit innerem und äußerem Stress, mit Krankheiten und Schwierigkeiten zu erkennen. Wir lernen, immer wieder innezuhalten und den Herausforderungen unseres Lebens mit mehr Ruhe, Klarheit und Akzeptanz zu begegnen.