Dr. med. Eleni Kavelara Lodge
Erkennen, wandeln, lehren

Akupunktur

Die Reizung von Akupunkturpunkten ist wohl eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Heilmethoden der Welt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden. Ein Wissen, das man sich schon in der antiken Welt zunutze machte.

Diese Akupunkturpunkte liegen alle auf Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet. In ihnen kreist nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie mit ihren Ausprägungen YIN und YANG. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig, jedoch als Gegenpole, wirksam. Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Sticht man Nadeln in sie ein, bezeichnet man es als Akupunktur. Außerdem kann man sie noch mit Wärme (Moxibustion), Ultraschall, Laserstrahlen oder auch durch Druck mit dem Finger oder mit einem Stift (Akupressur) reizen.

Manche Menschen erschrecken bei dem Gedanken, dass Nadeln in ihre Haut gestochen werden sollen. Üblicherweise verwenden die meisten Akupunkturärzte sehr feine Nadeln, daher ist eine Behandlung gut zu ertragen. Der geringe Schmerz beim Einstich einer Akupunkturnadel ist vergleichsweise viel schwächer als der einer Spritze. Auch schon Kinder ab ca. 8 Jahren können mit Akupunktur behandelt werden. Dafür verwendet man ganz besonders dünne Nadeln. Bei noch jüngeren Kindern kommt der völlig schmerzfreie Akupunkturlaser zum Einsatz.